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Pilgerweg

Der thüringische Jakobsweg von Erfurt nach Coburg ist noch nicht durchgängig festgelegt. Von Erfurt, bis Paulinzella und Oberweißbach, ist er mit der europäischen Jakobsmuschel gekennzeichnet. Das Wegstück zwischen Erfurt und Kloster Paulinzella wird als der „Pilgerweg der starken Frauen“ bezeichnet.

Dabei handelt es sich um die Heilige Elisabeth (1207-1231), die Heilige Walburga (710-779) und Paulina (1067-1107).


Der ca. 50 km lange Weg führt von Erfurt über Molsdorf, Ichtershausen, Arnstadt, Dornheim, Angelhausen-Oberndorf weiter nach Niederwillingen über Singen bis Paulinzella.

Der Pilgerweg ist Teil des mittel-alterlichen Jakobsweges von Erfurt nach Coburg und in seiner Weiterführung über Nürnberg bis nach Santiago de Compostela. Dieser Weg ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer und er baut dich wieder auf. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück und er gibt dir eine ganz eigene überraschende Nähe zu Gott.

Wer waren diese starken Frauen?
Heilige Elisabeth – sie wurde als Königstochter am 7. Juli 1207 in Sárospatak im Norden Ungarns geboren und verstarb am 17. November 1231 in Marburg/Hessen.  Als vierjähriges Kind verlobte man sie mit dem elfjährigen Thüringer Landgrafensohn Ludwig IV. Mit ihrer Heirat im Jahre 1221 wurde sie Thüringer Landgräfin.   Sie fiel am Hofe durch Frömmigkeit, Schönheim und Sittsamkeit auf. Sie kümmerte sich um Bedürftige und besuchte Armenviertel. Immer wieder werden wundersame Ereignisse berichtet: Der Aussätzige, den sie zur Pflege in ihr Bett hat legen lassen, wurde aufgedeckt. Aber statt Elisabeth zu ertappen, wurde das Bild des gekreuzigten Christus gesehen. – Das „Rosenwunder“: Ludwig, ihr Gemahl, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche Verschwendung aufgehetzt, trat seiner Frau, die mit einem mit Brot gefüllten Deckelkorb die Burg herab stieg, mit der Frage entgegen: „Was trägst du da?“, deckte den Korb auf, sah aber nichts als Rosen. - 1235 fand im Erfurter Dom die Proklamation ihrer Heiligsprechung statt.

Heilige Walburga – sie wurde um 710 in Devonshire in Wessex/England geboren und verstarb am 25. Februar 779 (oder 790) in Heidenheim in Franken. Sie wurde um 735 von Bonifatius, dem Bruder Ihrer Mutter, als Missionarin nach Deutschland berufen.  Auch von ihr gibt es wundersame Geschichten. Mit drei Ähren soll sie ein Kind vor dem Hungertod errettet haben. Auf dem Weg zur kranken Tochter eines Burgherrn sei sie von Hunden angefallen worden und habe den ihr zu Hilfe eilenden Knechten zugerufen, sie stehe unter dem Schutz Christi, worauf die Hunde von ihr abließen. Die Heiligsprechung erfolgte vermutlich um 870. Sie gründete das Walpurgiskloster im Wald bei Arnstadt. Leider ist davon heute nur noch eine Ausgrabungsstätte übrig.

Paulina – sie wurde um 1067 in Sachsen geborgen und verstarb am 14. März 11.7 in Münsterschwarzbach. 1106 gründete sie das Doppelkloster Paulinzella. Der männliche Teil wurde mit Benediktinermönchen aus Hirsau besiedelt im weiblichen Teil lebte sie selbst. 1124 fand die Weihe der Klosterkirche statt. Während einer Reise nach Hirsau erkrankte sie und starb. Paulinas Gebeine wurden in die Basilika von Paulinzella gebracht. 1534 wurde in der Reformation das Kloster aufgelöst und die Kirche zerstört.

 

Kirchen am Pilgerweg:
Paulinzella: romanische Klosterruine
Singen: Kirche St. Nicolai
Dörnfeld: Kirche im neugotischen Stil
Cottendorf: Katharinenkirche aus dem 17./18. Jh.
Griesheim: Kirche St. Maria Magdalena
Niederwillingen: Kirche St. Peter und Paul
Roda: Dorfkirche
Görbitzhausen: Kirche St. Johannes
Hausen: Kirche St. Nikolaus
Oberndorf: Kirche St. Nicolai eine der ältesten romanischen Kirchen aus dem 12. Jh. Diese Kirche besitzt einen Ablassbrief aus dem Jahre 1353.

Dornheim: Kirche St. Bartholomäus (Traukirche Bach’s)
Arnstadt: Liebfrauenkirche, Bachkirche, Oberkirche, Himmelfahrtskirche
Rudisleben: St. Johanneskriche
Ichtershausen: Klosterkirche St. Georg und Marien
Molsdorf: Kirche St. Trinitatis
Hochheim: Kirche St. Bonifatius
Erfurt: Dom zu Erfurt, Ev. Augustinerkloster zu Erfurt, Nikolaiturm Elisabethkapelle, St. Ursulinenkloster

 

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