Heute ist der 21.09.2017   RSS-Feed | Zurück  
 
Kircheneintritt Angelhausen Oberndorf Tageslosung
 
St. Nicolai zu Oberndorf

Seite 1 | 2 | 3

Die Baueschichte der Kirche
(Es gab drei Bauphasen ca. 1100; 1200; und 1595.)

Erhalten sind heute noch der gerade geschlossene Chor, der Vierungsturm und das Mittelschiff. Nach aufmerksamer allseitiger Betrachtung wird durch die verschiedenartige Schichtung des Mauerwerkes, die unterschiedliche Form der Fenster und offensichtlich zugemauerten Öffnungen deutlich, dass diese Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrere bauliche Veränderungen erfuhr.

Der erste und damit älteste, heute noch feststellbare Bau ist die romanische Dorfkirche des Typus "Chorturmsaal" mit angehängter Rundapsis, der um ca. 1100 oder früher ausgeführt wurde. Auf Veranlassung der Kevernburger Grafen wurde die Dorfkirche etwa um 1200 zu einer hochromanischen, dreischiffigen Basilika mit geradem Chorabschluss, Quinthaus und reicher archaisierender Stuckornamentik erweitert.

Die Grafen von Kevernburg waren übrigens eine der ältesten und mächtigsten Dynastien in Thüringen. Ihre Geschichte geht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Ihr Stammsitz war die Feste Kevernburg, nahe der Kirche St. Nicolai. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts starb das Geschlecht der Kevernburger Grafen aus. Burg und Kirche gingen in den Besitz des Herzogs Wilhelm von Sachsen über.

1446 erwarb ein naher Verwandter der Kevernburger Grafen, Graf Heinrich XXVI. von Schwarzburg, Herr zu Arnstadt und Sondershausen das Stammgut. Da für ihn das städtische Arnstadt als Herrschaftssitz attraktiver war, kam die Kevernburg als Residenz nicht infrage. Burg und Kirche verfielen daher zunehmend. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts war die Burg nur noch eine Ruine. An der Kirche waren die Seiten- und Querschiffe stark baufällig geworden.

Um das Jahr 1595 erfolgte die Rückwandlung in eine Dorfkirche, in dem man die Seiten- und Querschiffe abbrach und die Arkaden, so wie die seitlichen Chorbögen zumauerte.

Ein mit dieser Jahreszahl versehener Tympanon wurde in die Langhausarkaden eingemauert. 1596 konnte die Wiedereinweihung der Kirche stattfinden.

Mit diesen 3 Bauetappen erhielt die Kirche etwa ihr heutiges Aussehen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfuhr das Bauwerk nochmals eine bedeutende Renovierung und Reparatur. Wahrscheinlich erhielt sie in dieser Zeit die Seitenemporen und die Kanzelwand, hinter der sich die Sakristei befand.

Bei einer umfassenden Rekonstruktion, welche im Jahr 1978 ihren Abschluss fand, entfernte man Seitenemporen und Kanzelwand als störende Zusätze und befreite die Stuckbögen im Altarraum von Übertünchungen. Ebenfalls wurden die Freskenreste gefestigt und die Bogenführung an den Wänden des Schiffes aufgrund alter Farbreste neu markiert. 

::TOP Seite 1 | 2 | 3

 

Über uns
Unsere Kirchen
St. Johannis
St. Nicolai
Ablassbrief
Läuteordnung
Orgel
Leben & Glaube
Termine
Aktuelles
Online-Spiele
s
Kontakt
s
s
 
 
nächster Gottesdienst
Untitled Document
 
Empfehlungen
Untitled Document
Impressum | druckversionDruckversion | Sitemap
DIN Form #C 958
Untitled Document All rights reserved | Web-Design by T.J. Schenz (TJS Media)