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St. Johannis zu Angelhausen

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Die Baumaßnahmen an der Angelhäuser Kirche zwischen 1990 und 2005

Das letzte Mal wurde die Kirche im Jahr 1975 genutzt, seither fanden keine Renovierungsarbeiten an der Angelhäuser Kirche mehr statt. Der Zahn der Zeit hatte unübersehbare Spuren hinterlassen. Jahrelang diente die Kirche dazu, den Forschungsdrang und Neugier der Menschen zu befriedigen.

Fenster wurden eingeschlagen. Die Orgel und Kirchbänke wurden zerstört.

Axthiebe haben tiefe Spuren im Altar aus Sandstein hinterlassen. Orgelpfeifen als Souvenirs mit nach Hause genommen oder einfach nur als Brennstoff genutzt. Die Kirche befand sich in einem schlimmen Zustand, als im Jahr 1987 ein neuer junger Pfarrer in unsere Kirchengemeinde kam.

Ein kleines Dorf mit zwei Kirchen fand er in Angelhausen/Oberndorf vor. Zwei Kirchen zu erhalten/unterhalten eine davon sehr renovierungsbedürftig: Das wäre doch Wahnsinn!?

Aber die kleine Dorfkirche mit dem Namen St. Johannes hatte unser Pfarrer Hans-Peter Kopitzsch irgendwie ins Herz geschlossen. Es mag sein, dass Johannes der Täufer, welcher der Kirche seinen Namen lieh, darauf Einfluss nahm. Denn Johannes pielte im Leben des Pfarrers schon oft eine besondere Rolle.

Fest stand: Es musste etwas getan werden.

Um neuerlichen Schäden durch Vandalismus zu verhindern, wurde ein Teil der Fenster vermauert. Im März 1991 stellte die Kirchengemeinde drei ABM- Mitarbeiter ein. Diese sorgten unter anderem für die Entrümpelung des Angelhäuser Friedhofes. Die Anlage wurde verschönert und die Hauptwege gepflastert.

1992 fanden Gespräche mit dem Amt für Dankmalpflege über ein Sanierungskonzept statt, wobei die Angelhäuser Kirche möglicherweise das Jahr darauf eine Baustelle werden sollte. Zum Beginn des Jahres 1994 ist es endlich so weit. Mit Mitteln der Denkmalpflege in Höhe von 15.000 DM wurde es möglich, das Dach der Kirche in Angelhausen zu reparieren. Ein Gerüst wurde gestellt, die Ziegel gekauft. Was wir aber nicht bedachten, war die Tatsache, dass auf ein so altes Kirchgebäude keine neuen Ziegel durften.
Das Pfarrhausdach war die Lösung des Problems!

Somit kamen nun die neuen Ziegel auf das Dach des Pfarrhauses und die Pfarrhausziegel schmückten von nun an das Dach der Angelhäuser Kirche.

1995 wurde es notwendig die Kirchenmauern von außen freizulegen. Das nasse Erdreich verhinderte ein Abtrocknen und Entlüftung der Wände, das hatte zur Folge, dass im Innenraum die Feuchtigkeit schon ein bis zwei Meter hoch ins Mauerwerk hineingezogen war.

Damit dies nicht wieder auftrat, entstanden rechts und links von den Kirchmauern weg Erdwälle, welche dann wieder schön bepflanzt wurde. 1996 wurde dann endlich durch Eigenleistungen mit der Sanierung der Kirche von innen begonnen. Der Schwerpunkt der nächsten zwei Jahre lag bei den Wänden und dem Fußboden.

Der Fußboden wurde in mehren Arbeitseinsätzen und von vielen Helfern in mühseliger Handarbeit aufgerissen und 50 Zentimeter tief ausgeschachtet. Von den Wänden wurde der lose Putz abgehackt, um diese dann wieder neu verputzen zu können.

Im Herbst wurden Zimmererarbeiten am Turm getätigt und Fallrohre und Dachrinnen angebracht.

Auch im folgenden Jahr fanden wieder Arbeitseinsätze statt. Keiner war zu jung oder zu alt um sich mit Werkzeug zu bewaffnen und tatkräftig mitzuarbeiten. Die Kleineren kratzten die losen Fugen aus dem Mauerwerk um es auf das Verfugen vorzubereiten. Die Anderen spachtelten, wischten und rieben die alte Farbe von den Emporen und Holzbalken. Das Beste dabei war die Stimmung unter den Helfern, von denen manche diese Art von Arbeit nun doch nicht gewohnt waren. Alle machten mit und spürten das Gemeinschaftsgefühl.

Am 14.09.1997 fand der Denkmaltag in der Angelhäuser Kirche statt. Auf dem blanken Dreck mitten in einer Baustelle begann dieser Tag um 10 Uhr mit einer Andacht. In der Kirche konnte man eine kleine Ausstellung altertümlicher Werkzeuge besichtigen. Von nah und fern kamen Menschen um sich wieder einmal die Kirche von innen anzusehen und das Fortschreiten der Bauarbeiten zu beobachten. Die Spendenbereitschaft war an diesem Tag sehr hoch und ermöglichte uns auch im nächsten Jahr mit den Arbeiten fortzufahren.

Die schweren Stürme Anfang März 1998 haben große Schäden am Angelhäuser Kirchturm angerichtet. Die Reparatur der Sturmschäden nahm viel Zeit in Anspruch. Auch das Innere des Kirchturmes wurde erneuert und es entstand ein kleiner Raum, der aber mehr als Aufbewahrungsort und weniger als Aufenthaltsort diente.

Im Innenraum waren die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass der Fußboden und die Elektroinstallation eingebaut werden kann.

Links und rechts im Kirchenschiff entstanden Podeste, auf denen zukünftig die Kirchbänke stehen sollten. Der Rest des Fußbodens wurde vom Unrat befreit. Bei einem weiteren großen Arbeitseinsatz wurde ein riesiger Container Kies/ Schotter Schubkarre für Schubkarre in das Kircheninnere transportiert als Grundlage Vorarbeit für Beton, Estrich.

Nach und nach fanden sich fleißige Hände, um das vom Putz gelöste Mauerwerk wieder neu beizuputzen. Einige Besucher können meinen, dass von unseren Handwerkern eine kleine Fläche links neben dem Altar vergessen wurde – allerdings darf an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei keineswegs um einen Fehler, sondern um die bewusste Sichtbarmachung einer früheren Form der Verfugung handelt.

Zu unserer großen Freude erhielten wir Kirchenbänke einer württembergischen Gemeinde als Geschenk. Da sie leider zu groß waren, mussten diese noch gekürzt und in Ordnung gebracht werden.

 

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